4. Oktober 2017 Leif

10 Monate mit der Fuji X-T2…

Teil 1

Seit knapp 10 Monaten bin ich nun mit der Fuji X-T2 unterwegs und hatte mittlerweile viele Gelegenheiten diese ausführlich zu testen.

Und heute war es endlich soweit – ich habe mich von meiner alten Vollformat Canon 5dii getrennt – einer Kamera, die ich immer noch als Backup im Schrank hatte.

In unzähligen Blogs wird die mangelnde Vergleichbarkeit von Vollformat-Sensor und APS-C-Sensor beschrieben, darum geht’s mir hier auch gar nicht. Für mich steht in erster Linie die „Usability“ im Vordergrund – denn genau das war der Grund, weshalb ich die knapp 2000g schwere Canon samt Objektiv in letzter Zeit immer weniger dabei hatte.

Der Mensch vergisst schnell – aber wenn ich durch meine Lightroom-Kataloge der vergangenen Jahre scrolle, fällt mir doch immer wieder das eine oder andere Szenario ein, in dem ich leise fluchend die Schwere meines Rucksacks beklage oder verzweifelt nach einer praktikablen Tragelösung (diverse Rucksäcke und Taschen) suche.

Ich hatte mir zwischenzeitlich die Fuji X100S zugelegt – wie ich finde immer noch eine der schönsten Kameras auf dem Markt. Allerdings war der relativ träge Autofokus doch eine ziemliche Einschränkung. Die Festbrennweite hingegen empfand ich als sehr inspirierend („Fuß-Zoom“).

Daher entschied ich mich Ende 2016 für den Kauf einer Fuji X-T2 (im Kit mit dem exzellenten 18-55mm Objektiv). Und ich muss sagen:

 

„Ich habe MEINE Kamera gefunden.“

 

Die ganzen technischen Details findet ihr in den vielen Rezensionen über diese Kamera – daher möchte ich hier gar nicht weiter darauf eingehen. Usability – was verstehe ich darunter? Nun, in erster Linie stelle ich fest, dass ich gar nicht mehr überlege ob und wohin ich die Kamera mitnehmen soll. Sie ist einfach dabei. Einen entscheidenden Vorteil macht natürlich das Gewicht aus. 835 Gramm samt Objektiv, das lässt sich immer und überall verstauen. Einher geht natürlich die Größe und Unscheinbarkeit der Kamera. Wenn ich die 5dii gezückt hatte, gingen gefühlt alle in Deckung – die X-T2 wird von vielen gar nicht so richtig wahr oder ernst genommen.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Robustheit. Die X-T2 fühlt sich schlichtweg extrem stabil und robust an. Da ich auch des Öfteren im Nieselregen unterwegs war (v.a. an der Nord- und Ostsee) kommt mir die sehr gute Abdichtung der Kamera natürlich entgegen. Die X-T2 kann durchaus ein paar Spritzer abbekommen, absolut kein Problem.

Entgegen meiner eigenen Erwartung habe ich das Klappspiegel-Display schon mehrmals einsetzen können. Gerade bei Aufnahmen knapp über dem Boden eine extrem hilfreiche Konstruktion. Leider nicht ganz so gelungen wie bei einer Canon 700d (Schwenkdisplay), aber durchaus gut zu verwenden.

Der Autofokus reagiert wesentlich schneller als bei der Fuji X100s. Die Anzahl unscharfer Bilder ist verschwindend gering.

Seit ich seit neustem ein Weitwinkelobjektiv besitze, lerne ich zunehmend den schwenkbaren Klappspiegel noch wesentlich mehr zu schätzen. Bodennahe Aufnahmen mit 10mm Brennweite kommen einfach super gut.

Und gerade mit diesem Objektiv (das mit ca. 990,- € nicht ganz billig war) kommen die Stärken des Sensors der X-T2 nochmals ganz anders zum Tragen. Unglaubliche Details, perfekte Schärfe, tolle Farben…

Was ich noch nicht so richtig eingesetzt habe sind die verschiedenen Film-Simulation-Modi der Fuji. Da diese bei meiner CANON 5dII kaum erwähnenswert waren, hatte ich mir im Lauf der Zeit die komplette Nachbearbeitung in Lightroom angewöhnt. Ich habe mir allerdings fest vorgenommen in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt diese Modi zu nutzen (dank der Dual-Speicherkarte kann ich die JPGs und RAFs getrennt erstellen lassen). Einer meiner nächsten Blogbeiträge wird sich komplett damit beschäftigen.

 

Teil 2 kommt…

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